Ballaststoffe prüfen
Ballaststoffreich erkennen: Diese Werte zählen
Was Ballaststoffquelle und hoher Ballaststoffgehalt bedeuten und wie du feste Lebensmittel fair vergleichst.
Kurzantwort: Ein festes Lebensmittel darf als „Ballaststoffquelle“ bezeichnet werden, wenn es mindestens 3 g Ballaststoffe pro 100 g enthält. Für „hoher Ballaststoffgehalt“ sind mindestens 6 g pro 100 g nötig.
Zwei Begriffe, zwei Schwellen
Die EU-Verordnung unterscheidet zwischen „Ballaststoffquelle“ und „hoher Ballaststoffgehalt“. Bei flüssigen Lebensmitteln gelten Schwellen pro 100 kcal. Deshalb solltest du die Regeln für feste und flüssige Produkte nicht vermischen.
Warum Ballaststoffe nicht immer in der Tabelle stehen
Ballaststoffe dürfen die verpflichtende Nährwertdeklaration ergänzen, gehören aber nicht bei jedem Produkt zum Pflichtumfang. Fehlt die Angabe, lässt sich der Gehalt aus der Tabelle allein nicht sicher ablesen.
So vergleichst du sinnvoll
- Vergleiche ähnliche Produkte pro 100 g.
- Prüfe, ob der Hersteller einen Ballaststoffwert ausweist.
- Lies zusätzlich die Zutatenliste, statt nur auf eine einzelne Werbeaussage zu schauen.
Ein Beispiel mit Brot
Ein Brot mit 6,5 g Ballaststoffen pro 100 g überschreitet die rechtliche Schwelle für einen hohen Ballaststoffgehalt. Ob es im Gesamtvergleich gut abschneidet, hängt auch von anderen Werten ab. Unser Ratgeber zu Vollkornbrot und die Methodik zeigen den größeren Zusammenhang.
Quellen und weiterführende Informationen
EUR-Lex: Bedingungen für Angaben zum Ballaststoffgehalt ↗EUR-Lex: Lebensmittelinformationsverordnung ↗Abruf und redaktionelle Prüfung: 30.9.2026.
